Historie

Die Geschichte unseres Hauses beginnt 1898, als der Bäckermeister Peter Sangermann das alte Fachwerkhaus in Oberveischede erwirbt und im Kellergewölbe eine kleine Backstube einrichtet. In dieser Zeit gab es in Oberveischede noch keinen elektrischen Strom, Telefon, oder ähnliche moderne Errungenschaften. Er heiratet Anna Drüeke aus der Pettmecke. Die Ehe bleibt kinderlos.

(Bilder: Karten 1-8 / Doc 1, Doc 2, Doc 3)

Durch den Brotverkauf entwickelt sich nach und nach auch ein Ausschank und eine kleine Kaffeewirtschaft. Später werden die ersten Feierlichkeiten und auch schon Hochzeiten im Haus gefeiert.

Nachdem Peter 1913 an einer Herzerkrankung stirbt, führt seine Witwe Anna sehr beherzt den Betrieb weiter. Aus dieser Zeit existiert noch viel Postverkehr an die Witwe Peter Sangermann. Die Leitung eines Betriebes ist in dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit.

Peters Neffe August, der das Bäckerhandwerk erlernt hat, steigt nach Rückkehr aus französischer Gefangenschaft in den Betrieb ein und übernimmt ihn bald.

August heiratet 1923 Anna Siepe aus Ennest, die 8 Kinder zur Welt bringt und in Haus und Küche wirtschaftet.

(Bilder: August / Anna jung)

Bäckerei, Gasthof und Landwirtschaft hat das Ehepaar zu bewältigen.

August entwickelt das Haus nach dem 1.Weltkrieg und durch die Wirren des 2. Weltkrieges hindurch beharrlich und unter großen Entbehrungen weiter.

Anfang der 30er Jahre wird der Hotelanbau mit dem ersten großen Saal angebaut.

Die Hotelzimmer mit fließendem Wasser auf dem Zimmer entsprechen den modernsten Ansprüchen.

(Bilder: AA 1 / AA2 / AA3 / AA 4 / AA5 /Bus /August Theke)

Urlauber quartieren sich per postalischer Anmeldung für 3 Wochen zur Sommerfrische ein und genießen die bäuerlichen Produkte und das Sangermanns Brot.

Im Jahre 1955 geben August und Ehefrau Anna das Haus mit der Landwirtschaft an ihren Sohn Paul und dessen Ehefrau Maria weiter.

Die Wirtschaftswunderjahre beginnen. Aus dem Kölner Raum und dem Ruhrgebiet reisen scharenweise Sonntagsausflügler an.

Ehefrau Maria, gelernte Hauswirtschafterin, kocht und erledigt nebenbei auch landwirtschaftliche Arbeiten. Die landwirtschaftlichen Produkte werden im Betrieb verwertet, es wird selber gewurstet und geräuchert.. In den Anfangsjahren gibt es noch keine Waschmaschine und viele andere Haushaltshilfen. Die Arbeit ist hart und beschwerlich. Man kennt keine freien Tage oder Urlaub.

(Bilder: L N / P M)

5 Kinder werden neben der schweren Arbeit groß gezogen

1962 gründet Pauls Bruder Ferdy eine Familie und baut direkt nebenan ein Haus mit großer Backstube. So trennen sich Bäckerei und Gastronomie.

Wirtschaft und Kaminzimmer (das ehemals Kuhstall war) werden ausgebaut und modernisiert

(Bilder: Innen/Innen2/Innen2)

In den 70 er Jahren wirde der alte Stall abgerissen und ein moderner großer Stall gebaut.

(Bilder: Paul 1/Paul2/Paul3/Paul4/Luft)

wirde der Hoteltrakt bis auf den Saal abgerissen und 16 neue Zimmer gebaut.

(Bilder: Hotel neu /Hotel 2-3)

Daneben ist Paul viele Jahre stellvertretender Bürgermeister in Olpe.

1988 übernehmen die Kinder Maria Anna und Ludger Sangermann nach dem Tod ihrer Eltern das Landhotel.

Große Umbaumaßnahmen und Umstrukturierungen folgen bis heute. Besonders erwähnenswert ist die Entkernung des alten Saales und Neuausbau für Feierlichkeiten, und Ausstattung mit moderner Tagungstechnik, sowie ein gläsernes Foyer, das einen schönen Empfang und geselligen Aufenthalt bei Feierlichkeiten oder Tagungen bietet.

Die komplette Umgestaltung der Fassade folgt, die einige Bausünden aus den 50er und 60er Jahren beseitigt und sich mit dem Fachwerk harmonisch in die sauerländische Architektur einfügt.

(Bilder: Fachwerk)

Eine grundlegende Renovierung des Biergartens und der Sonnenterrasse macht das Haus auch für sonnige Stunden sehr attraktiv.

Schließlich wird nach Abschaffung der Viehwirtschaft der große Stall 2016 in ein Gästehaus umgebaut. Steigenden Übernachtungen kann entsprochen und erstmals auch barrierefreie, moderne Landhauszimmer angeboten werden.

(Bilder: GH 1-4)

Verbunden hat alle Generationen in den vergangenen 120 Jahren ihr besonderer Fleiß und Ihre Schaffenskraft, das Durchstehen schwerer und entbehrungsreicher Zeiten. Jede Generation hat sich stark ins Dorfgeschehen eingebracht, ob als Dorfvorsteher, Leiter des Musikvereins oder Jagdvorstand.

Dörflicher Projekte werden unterstützt oder vorangetrieben, z.B. der Kapellenbau, der Bau einer Schützenhalle, der Einstieg in den Wettbewerb: „Unser Dorf soll schöner werden, uvm.

Sangermanns waren und sind eine wichtige Adresse für das dörfliche Leben in Oberveischede. Alle Vereine treffen sich hier, aber auch privat kommt man hier gerne zusammen.

Wir blicken stolz auf die Generationen vor uns zurück, bedanken uns aber auch bei unseren Gästen von Nah und Fern für ihreTreue und Anerkennung.

Nanni und Ludger Sangermann mit Ehefrau Petra

(Bild: heute)